Geschichte der Trams in Krefeld

Die Geschichte der Trams in Krefeld geht auf das Jahr 1883 zurück, als die ersten Teilstrecken, damals von Pferden oder Dampfmaschinen betrieben, in Betrieb genommen wurden. In der Folgezeit begann ein wahrer Straßenbahn-Boom und immer neue Linien wurden gebaut und in Betrieb genommen. Verbindungen nicht nur in Krefeld selbst, sondern auch in die umliegenden Dörfer wurden gebaut und in der Folge fleißig benutzt.

Einen großen Einschnitt erlebten die Trams in Krefeld mit dem ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Zu dieser Zeit war es sehr schwierig, die nötige Energie für den Betrieb der Straßenbahnen aufzutreiben, und auch das Personal war sehr schwer zu finden. Die Schwierigkeiten in der Beschaffung der Kohle für die Dampfmaschinen im Ersten Weltkrieg führte in der Folge zur weitgehenden Elektrifizierung der Linien. In den letzten beiden Jahres des Zweiten Weltkriegs wurde Krefeld und damit auch die Straßenbahn durch die Bombardierungen der Stadt durch die Alliierten weitgehend zerstört. Es sollte in der Folge noch bis fast ins Jahr 1950 dauern, bis alle Linien wieder hergestellt und in Betrieb waren.

In den 1960er kam es zu großen Umbrüchen für die Trams in Krefeld. Es wurde beschlossen, die Mehrzahl der zahlreichen Linien einzustellen. Nur die am meisten befahrenen Linien blieben als Tramlinien erhalten. Alle anderen Linien wurden nach und nach geschlossen und durch Busverbindungen ersetzt. In den Folgejahren wurden dann noch einige weitere Linien geschlossen, danach blieb das Netz weitgehend erhalten und ist auch heute noch in Betrieb.

In den 1970er Jahren bis heute waren die Veränderungen in erster Linie kosmetischer Natur. Die Trams wurden nach und nach erneuert, den Anforderungen der neueren Zeit und der Kunden angepasst. Heute sind die Trams der Stadt Krefeld auf dem neuestem Stand der Technik und sehr bequem.

1994 kam es zur letzten größeren Veränderung; ein neues Teilstück wurde in Betrieb genommen. Seit diesem Zeitpunkt sind keine größeren Veränderungen mehr geschehen.